Käthe Sasso erzählt ihre Jugend im Widerstand

 

Am 25. Oktober lauschten die 4. Klassen den Erzählungen der Zeitzeugin Käthe Sasso.

Käthe Sasso, 1926 in Wien geboren, Tochter eines Sozialdemokraten, der sich
aufgrund des 12. Februar 1934 dem kommunistischen Widerstand zuwandte, folgte als
15-Jährige dem Beispiel des Vaters und wurde Mitglied einer Wiener Widerstandsgruppe.
Von einem Gestapo-Spitzel denunziert, wurde sie am 21. August 1942 verhaftet. Viele
aus der Widerstandsgruppe wurden hingerichtet, sie selber in verschiedenen Gefängnissen
Inhaftiert, wo sie u.a. Zeugin der Hinrichtung von Sr. Restituta Kafka wurde.
Im September 1944 nach Berlin gebracht, wurde sie nach zwei Wochen ins
KZ Ravensbrück deportiert, wo sie bis zum Todesmarsch nach Bergen-Belsen am
28. April 1945 verblieb. In der ersten Nacht des Todesmarsches gelang ihr gemeinsam
mit einer Freundin die Flucht, erst nach einem Monat traf sie wieder in Wien ein.
Sehr spät, am 12. Oktober 2011, wurde sie im Bundeskanzleramt mit dem „Goldenen Verdienstzeichen“ geehrt.