Ein Netz knoten im Freien - vielmehr als ein Knoten

Auf der Wiese, vor der Schule: Anker setzen, auf Bäume klettern, Bänder an Äste binden, mit Haken im Boden verankern.
Die breiten, bunten Stoffbänder erst auseinander schneiden, dann durch Reissen der Länge nach halbieren und
zugleich verdoppeln, dabei in die entgegengesetzte Richtung laufen - angefeuert durch ein schneidig surrendes Geräusch.
Die Bänder wehen in der Luft, die Kinder wälzen sich in Haufen bunter Stoffbänder, fesseln sich damit, lösen sich wieder, binden
die Schularchitektur mit ein, manche wollen hoch hinaus, würden auch gerne den Weg zur Schule versperren....
Das Geflecht muss immer wieder gespannt werden, wird dichter, wird nach oben wieder auf höhere Äste gebunden,
mit Räuberleitern auf den Baum, um die Räumlichkeit zu vergrößern, die Bewegung auch.
Drunter lässt es sich gut liegen, in der Sonne leuchten die Farben, die Anstrengung zeigt Wirkung.
Allmählich verstummen die Fragen, wofür das Ganze gut sei. Es sieht gut aus und alle sehen es.

Mai 2013, Prof. Hermine Asamer