Im Zeitgeschichtemuseum in Ebensee erforschten 17 Schüler und Schülerinnen der 8A unter Anleitung des Gründers und Leiters Dr. Wolfgang Quatember die österreichische Zwischenkriegszeit. In einem Workshop erarbeiteten sie Anfang und Untergang der 1. Republik sowie einige Merkmale des Austrofaschismus. Anschließend führte Quatember die Klasse durch das KZ - Ebensee (es war das größte Nebenlager von Mauthausen, über 8500 Menschen verschiedener Nationen kamen hier zwischen August 1943 und Mai 1945 ums Leben). Die Häftlinge im KZ Ebensee wurden eingesetzt, um Stollen in den Berg zu schlagen. Als Tarnnamen für diese KZ-Anlagen wurden etwa „Zement“ oder „Kalksteinwerke“ gewählt. Dabei mussten unter größten körperlichen Anstrengungen innerhalb kürzester Zeit die Stollen bis zu 250 Meter in den Berg hineingetrieben werden. Ende 1944 wurde in den Ebenseer Stollen mit der Errichtung einer Schmierölraffinerieanlage begonnen. Letztendlich sollten noch im Frühjahr 1945 in der Anlage B Motoren für Panzer und Flugzeuge hergestellt werden, während zu dieser Zeit die Zahl der zu Tode geschundenen Häftlinge enorm anstieg. Am ehemaligen KZ - Barackengelände befindet sich seit den 1950-er Jahren eine Wohnsiedlung.

Fotos 

Prof. Hannes Müller und Prof. Petra Rotkopf

25.09.2017